Gegner meinen dazu

(Per E-Mail:  03-02-2015)

Sehr geehrte Deponie-Gegner,

als Kreistagsmitglied möchte ich zum Beschluss des GAA Lüneburg Folgendes ausdrücken.

Es ist nur schwer nachvollziehbar, dass ein Gebiet, welches am 17. Dezember 2014 durch Kreistagsbeschluss erst wieder zu einem Naturschutzgebiet erklärt wurde und nach nur 6 Wochen nun wieder Deponiegelände werden soll. Der Landkreis spielt hier eine sehr undurchsichtige Rolle. Wie kann es sein, dass ein Vorranggebiet für den Naturschutz zur Deponie umgebaut werden soll und dann doch wieder ein Naturschutzgebiet wird, um dann trotz eines vom Kreistag im Dezember 2014 gefassten Beschlusses wieder zur Deponie erklärt wird.

Was geht hier vor in diesem LK ROW und den Behörden in Niedersachsen? Man gewinnt beim lesen dieser Abläufe verstärkt den Eindruck, hier stinkt es zum Himmel, was dann ja auch real bald geschehen kann, wenn in dem Zick Zack-Kursverfahren nicht bald wieder ein Harken geschlagen wird. Es geht bei so einer Deponie um viel Geld. Es ist aber auch ein sicheres Geschäft für die Betreiber und ihre Geldgeber, das sollte man nicht vergessen. Vielleicht liegt ja auch hier die Lösung aller Fragen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.Manfred Damberg
Kreistagsabgeordneter im LK ROW für Die Linke

 


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Als direkte Anwohner liegt unser Wohngrundstück in nur 350 Meter Entfernung zur geplanten Bauschuttdeponie. Unsere Familie lebt hier seit Jahrzehnten und unsere Kinder sind hier aufgewachsen. Mit viel Liebe, Arbeit und Geld haben wir uns unseren Traum von einem naturnahen Grundstück verwirklicht und unser Sohn hatte eigentlich vor, diesen Weg weiterzugehen.

Seit März dieses Jahres wissen wir nun, dass die Firma Kriete in unserer unmittelbaren Nähe eine Bauschuttdeponie plant. Beim Einblick in die Planunterlagen haben wir erfahren was das bedeutet. Die Liste mit den möglichen Abfallarten ist und bleibt beängstigend und ob eine solche Anlage immer ordnungsgemäß betrieben wird kann uns niemand garantieren.

Im Laufe der Diskussionen haben wir erfahren, dass diese Planungen bereits seit 2008 laufen, ohne dass die wirklich Betroffenen jemals informiert wurden. In der Presseerklärung der Firma Kriete vom 08.07.2011 haben wir nun gelesen, dass die Betreiber einen fairen Umgang mit ihrem Vorhaben wünschen. Aber wo war der faire Umgang mit uns?

Die Planung lief ohne uns ab und nicht einmal zum „runden Tisch“ wurden die Anwohner eingeladen. Scheinbar ist es einfacher über Zahlen und Daten zu sprechen, als den Geschädigten in die Augen zu sehen.

Wir hören nur, dass die Entsorgungsfirmen Bedarf an Lagerfläche beim Landkreis angemeldet haben und deshalb sofort ohne erneute Prüfung der Standort in Haaßel ausgewählt wurde. Unser Bedarf nach Erhalt einer intakten Natur und dem Erhalt unserer Lebensgrundlage wurde dabei scheinbar nie berücksichtigt. Hätte man uns gefragt, hätten wir beschreiben können wie ungeeignet der Baugrund für ein solches Vorhaben ist. Wir verzweifeln, wenn wir hören, dass es noch nicht einmal Bedarfsberechnungen für den Landkreis Rotenburg gibt und wir wahrscheinlich das Endlager für den gesamten Elbe-Weser-Raum werden sollen. Die Gesellschafter der Betreiberfirma, die diesen Wahnsinn begonnen haben, betonen immer wieder, dass sie die Leidtragenden seien. In Wirklichkeit sind es jedoch wir und unsere Nachbarn. Wir bitten um Hilfe, da wir nicht die Unterstützung des Landkreises geniessen. Es geht nicht nur um Geld, sondern um die Zukunft von Menschen und der Natur.

Ein Gedanke zu “Gegner meinen dazu

  1. Liebe Anwohner der geplanten Deponie,

    wer nach den Äußerungen von Landrat Luttmann ( den ihr ja auch „Schuttmann“ nennt) immer noch nicht begriffen hat, dass die Deponie egal wie, durchgezogen werden soll, dem können wir auch nicht mehr helfen.Wenn ein Landrat als Verwaltungschef seine Neutralitätspflichten derartig grob verletzt, dann muss das Gründe haben.Hinterfragt doch mal warum er das tut, was hat er als Landrat wohl davon, wenn er sich so für die Deponie einsetzt. Ein aktueller Bericht in Frontal 21 vom 30.08.könnte so manchem unentschlossenen Wähler vielleicht vor der Wahl doch noch helfen. Die Oberschlafmütze Heinz Günter Barfrede von der CDU behauptet doch tatsächlich heute in der Zevener Zeitung“ : wir schieben keine Verantwortung ab-wir haben gar keine“.Aha, so einfach geht das also. Der Kreistag soll eigentlich das Kontrollgremium sein. für die Kreisverwaltung, aber Schlafmütze Nr 1 im noch bestehenden Kreistag sieht diese Verantwortung gar nicht.Frage ist nun, was hat der da die ganze Zeit überhaupt gemacht, wenn er seine Hauptaufgabe, die Kontrolle der Kreisverwaltung, gar nicht wahrgenommen hat.Vielleicht Deponien in Naturschutzgebieten
    geplant.Das scheint doch im LK ROW gut zu laufen.Alles schläft und keiner wird wach. Bis die Sanierungskosten( zw. 30-300 Mio.€) kommen und erneut Bagger und Lkws anrücken, um den ganzen Müll wieder rauszuholen.Da habt ihr dann als Anwohner wieder ein paar Jahre mit zu tun und eure Schlafmützen sind dann schon alle weg-nicht abgewählt, wie man befürchten muss, sondern befördert ( wie das Beispiel mit CDU Ministerpräsident Haselhoff in Stendal zeigt). Aber CDU/FDP wollen sich doch auch nach dem Bau einer Deponie um alles kümmern, so ihr mehrheitlich beschlossener Antrag im Kreistag:Zif 3 des Antrages „Wenn von der Deponie Gefahren für Mensch und Umwelt ausgehen könnten,darf sie am Standort nicht eingerichtet werden“. Zitat Ende.Und warum baut man sie dann überhaupt?Die Gefahren erkennt man doch jetzt wohl schon zur Genüge:
    Man kann also ein quasi Naturschutzgebiet platt machen, baut eine Giftmülldeponie ( siehe Frontal 21-Beitrag v. 30.08.) und wenn alles im Sinne der Firma Kriete und des Schuttmanns läuft und nach Jahren Problemen auftreten, dann könnt ihr als Anmwohner ja Klagen und noch 10 Jahre Eures Lebens vertun. Siehe auch hierzu den Frontal 21 -Beitrag. Das Müllgeschäft wird heute von der Müllmafia mitbestimmt, da haben naive Heransgehensweisen Null Chance.Da hilft nur die richtige Politik dagegen und die kommt nicht von der CDU/FDP.
    Schönen Tag noch
    Ihr Dr. Manfred Damberg

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